Jun 21, 2026
Warum wir auf Tailwind v4 umgestellt haben
Unser Frontend-Styling war über die Jahre zu einem Geflecht aus Utility-Klassen, einer wachsenden Konfigurationsdatei und einer Handvoll globaler CSS-Dateien geworden. Mit der Umstellung auf Tailwind v4 haben wir aufgeräumt — und ein paar Dinge gelernt. Der größte Gewinn ist die CSS-first-Konfiguration: Design-Tokens leben jetzt als CSS-Variablen direkt im Stylesheet statt in einer JavaScript-Konfiguration. Unsere Markenfarben sind damit eine einzige @theme-Definition — und stehen automatisch auch reinem CSS zur Verfügung, ohne Build-Magie. Die Migration selbst war unspektakulärer als befürchtet. Die meiste Arbeit steckte nicht in Tailwind, sondern in unseren eigenen Altlasten: Klassen, die längst niemand mehr nutzte, und Komponenten, die drei leicht unterschiedliche Grautöne für denselben Zweck verwendeten. Die Umstellung war der Anlass, das zu bereinigen. Geblieben ist eine Regel, die wir uns selbst auferlegt haben: eine Akzentfarbe, Hairlines statt Schatten, Weißraum statt getönter Flächen. Ein Design-System wird nicht durch Werkzeuge ruhig, sondern durch Disziplin — aber das richtige Werkzeug macht die Disziplin deutlich billiger.